Okt 31

Ganz im gegensatz zu unserem EU-Mitgliedsstaat Irland haben wir hier in Deutschland keine ausgeprägte Halloween-Kultur im eigentlichen Sinne. Es ist altbekannt, jedes Jahr pünktlich am 31. Oktober beginnt die Zeit in der man auf Deutschlands Straßen nicht mehr sicher ist. Kinder werden von ihren Eltern aus dem Haus gejagt, um wehrlosen Bürgern ihre letzten Nahrungsmittel aus der Tasche zu schnorren. Sollten die unglücklichen gerade abwesend sein oder keine Nahrungsmittel für Mikroorganismen, wird der Wohnsitz der Opfer großzügig mit Ketchup und Klopapier dekoriert, mit Lippenstift eine Nachricht einer Prostituierten auf die Windschutzscheibe gemalt, oder die Katze vergewaltigt.

Stellen die Wegelagerer gar vorsätzliches nichtöffnen der Tür fest, darf man sich am nächsten Tage über verschwundene Fußabtreter oder ein mit Graffiti beschmiertes Auto freuen.

Als Blogschreiber habe ich ja die Pflicht, meine Leser vor der totalen Verdummung zu bewahren, deshalb habe ich ein wenig recherchiert um einige spannende Fakten über Halloween herauszufinden. Kurz:

  • Halloween ist eine Verkürzung von all hallow’s eve
  • Es wird oft behauptet, Halloween sei ein Fest keltischen Ursprungs, um den Vorabend von Allerheiligen zu zelebrieren. Tatsächlich ist das Fest jedoch teuflischen katholischen Ursprungs
  • Anstelle von Kürbissen wurden zunächst Rüben ausgehölt und beleuchtet
  • die Protestanten protestieren
  • Discos in Bayern dürfen Aufgrund des christlichen Feiertages Allerheiligen keine Halloweenpartys bis spät in die Nacht machen

Mein aktueller Halloween-Score beträgt 2 Kleingruppen á 3 Kinder. Ich rufe hiermit zum aufstellen einer allgemeinen Wegelagerei-Statistik auf. Mails mit Aufnahmewünschen bitte an finno[ät]fopdev.de benötigt werden: Anzahl der Gruppen, der Kinder und Ort (und Land).

Schaurige Grüße,

Finn Ole

Edit 18:45: 3 Gruppen, 2 á 3, 1 á 6 Kinder.

Okt 19

Ja! Morgen geht’s nach München, einen Vortrag über eine Software anhören. Was genau mich dort erwartet? Keine Ahnung!

Heute ist ein historischer Moment: Finn hat das erste Mal in seinem Leben Überstunden gemacht. Eine ganze sogar.

Aber nun zu den wichtigen Dingen des Lebens: Das Essen. Heute war Neueröffnung der Kantine “Casino” der Verwaltung. Superlecker, Roasbeef medium mit Speckbohnen zum Nachtisch Mousse aller Art. Ich nehme alles zurück, was ich je über Kantinenessen gesagt habe. LECKER!

Joa. Viel mehr ist heute nicht passiert. Ciao.

Okt 16

Hallo ihr Lieben,
Das Niveau steht am Abgrund, ich bin noch einen Schritt weiter. (copyright) Finn Ole guckt “Das Supertalent”. Klar, wie bei jeder dieser Sendungen, schon der dritte Kandidat ist ein Kind, welches aus superschlimmen sozialen Verhältnissen stammt, von 3,50 im Monat  leben muss und sowieso am Arsch ist.

Ich bin mir vollends bewusst, dass man mit Kommentaren dieser Art immer äußerst vorsichtig sein muss, aber einige Dinge regen mich bei allen Menschen auf. Dazu gehört, die absurde Angewohnheit einiger Menschen, Ansichten so zu drehen wie es ihnen gerade in den Quark passt.

Gegeben sei eine Klischeéfamilie aus der politisch unkorrekterweise als solche bezeichneten Unterschicht. Angenommen, ich behauptete, Kinder aus solchen Familien könnten nicht intelligent seien, und würden sowieso asoziale Vollidioten, die auf keinen Fall meine Rente zahlen werden – Das Geschrei wäre groß, die BILD würde mich als arroganten Schnösel titulieren und mein Blog wäre Platz eins der Internetsperrliste.

Andere Situation – und damit komme ich zurück auf die anfangs genannte Fernsehsendung – Ein Gör Sprössling einer gleichsituierten Familie tritt in dieser Show auf. Als Ankündigung kommt wie in der Show üblich, ein viel zu langer Spot, in diesem Falle einer, mindestens 20minütiger Einführung über die Leidensgeschichte der Familie und so weiter.

Und nun, liebe Leser, schaut mal in euch hinein. Wozu könnte dieser “Spot” dienen. Richtig! Um bei Frauen Muttergefühle, Mitleid und feuchte Augen hervorzurufen, und bei Männern selbst die unsensibelsten zum Weinen zu bringen.

Leser ohne Alzhaimer sollten bemerkt haben, dass dieses Verhalten sozusagen komplementär zu dem ist, worüber sich diese Personen (und die BILD) aufregen, nämlich das Beurteilen nach dem sozialen Status. Dieses Verhalten, finde ich salopp gesagt, unter aller Sau – und zwar sowohl das Ausnutzen wie das Ausüben desselben.


Live Nachtrag:
Es gibt auch andere, wie ich gerade sehe, hier eine Blinde, die ihre Behinderung zwar nicht als selbstverständlich ansieht, aber dafür wunderbar damit leben kann und diese Masche nicht ausnutzt. Weiter so! Superguter Gesang übrigens. Fabienne Bender.

Liebe Grüße, euer Finn Ole

Nachtrag: Formulierung hier und da verbessert :)

Okt 15

Kliniksupport ist grundsätzlich anders als der in der Verwaltung, also in einem Bürobetrieb. Krankenschwestern usw. arbeiten wesentlich weniger am PC und sind dementsprechend auch weniger fit. Trotzdem nichts bemerkenswertes im Supportbereich heute. Ein Terminal haben wir getauscht und danach wurde mir das Rechenzentrum gezeigt. Diverse Server in einem bis 800° Feuersicheren Raum mit Halogenlöschanlage. Wert des Serverraums (ohne Server) = 1 Einfamilienhaus.

Der Vorteil an Privatkliniken ist: Das Essen in der Kantine ist superlecker. Außerdem viel und hübsch dekoriert.

Nach dem Essen hab ich ewig damit zugebracht, zu versuchen ein mit Javascript embeddedtes eingebundenes Flashvideo irgendwie runterzuladen. War mühselig, besonders gut dann die Information, dass das Video längst auf dem Server lag. Mist.

Der Mitarbeiter der Klinik-EDV ist einer der lustigsten Typen die ich kenne. Erstens ist er der einzige ITler weltweit, der mit dem 2-Finger-Suchsystem tippt, zweitens meckert er PCs an: “fuck you, du schwules Teil” und drittens ist er Urbayer. lol.

Liebe Grüße,

Finn Ole

Okt 13

Joa. Nix aufregendes Passiert heute, ich hab recht viel gelernt, über Server bzw. große Netzwerke und darin laufende Applikationen. Ferner haben wir über Monitore diskutiert und, mal wieder den ein oder anderen Drucker gerettet. Hatte Spaß.

Jetzt such ich mir mal einen guten virtuellen Windtunnel.

Okt 12

Hab gerade eine dermaßen Scharfe Soße gegessen, im 8stelligen Scuvilbereich. Daraufhin der Kommentar von meinem Gastpapa:

Foass doin poitsche nat mit doar hond on mit doar du do soaße ongfosst host
doas brennt zehnfoach

Was soll man dazu sagen?

Okt 12

So. Den ersten “Arbeitstag” habe ich heute erfolgreich abgeschlossen. Jetzt bin ich noch 5 Tage in der Abteilung IP-IT (irgendwas – Informationstechnologie) stationiert, genauer in der Nähe von Einkauf und Support.

Lustig eigentlich: 5s Nach meinem Erscheinen klingelte das Telefon zum ersten mal, ein Problem welches mit der 5-Sekunden-Regel gelöst werden konnte. Im Anschluss war ich mit dem Azubi im Serverraum, habe mir die Server erklären lassen. Habe mäßig viel verstanden, immerhin jedoch ihr jeweiliges Aufgabenfeld :) .

Danach waren wir in einem anderen Gebäude einen Netzwerk-Drucker-Faxgerät-Kopierer-Scanner-Zeitmaschine-Kombi einrichten. Physikalisch versteht sich, das Gerät existierte im Netzwerk schon.

Interessant: Man kann von jedem Rechner des Unternehmens mit den entsprechenden Rechten (also von der IP-IT aus) überall an jedem Drucker des Unternehmens in Deutschland drucken.

Nach einigem LANkabelgestecke funktionierte das auch alles und wir konnten den alten Drucker abbauen und in irgendeine Abstellkammer stellen. Zurück im Büro habe ich besagtem Azubi dann beim sys-administrieren über die Schulter geschaut, kein Job für mich, langweilig. aber vielleicht ganz interessant.

Wenig später musste dann die IT zu einem Meeting an dem ich nicht teilnehmen durfte. Habe ich mit C’T-Lesen verbracht.

Liebe Grüße, Finn Ole

Okt 11

Heute bin ich “by Deutsche Bahn” nach Prien getravelt. Ohne Verspätung in lockeren 7 Stunden. Schon  in der ersten Etappe hatte ich eine stressfamilie neben mir sitzen, 2 Kinder namentlich Hanna und Moritz. Selbsterklärend. Beide etwa 11, keiner von beiden sah so aus, als ob er/sie jemals Zug gefahren wäre. Zwischen Neumünster und Hamburg Dammtor also gefühlte 1mol mal die Frage: “Müssen wir gleich aussteigen?” “Aber die nächste, oder?”

Zweiter Abschnitt, ICE. Hamburg HBF nach München. Reservierter Platz, Laptop rausgeholt und los geCAD-ed. Ab Hannover neben 3 Senioren (eher -innen). Beide am Schnulzenlesen, ich weiterhin am 3D-Modellieren. Gottseidank still. Wurde ständig gesiezt :( seh’ ich wirklich so alt aus?  Sicherlich nicht. Ab Würzburg dann neben schwarzfahrendem Studenten, der Typ wurde nie kontrolliert. Zwischenzeitlich hat dieser auf dem Tisch seinen Laptop komplett zerlegt und wieder zusammengesetzt. Langeweile muss man haben.

Von München dann nach Prien. Saß neben einer Dänin. Ging gut. Leider keine Vorkommnisse.

In Prien angekommen hat mich natürlich keiner Abgeholt, weil ich das Datum durcheinandergebracht hatte und versehentlich 12.10. gemailt hatte. Ärgerlich. Trotzdem hilfe herbeitelefoniert, bin jetzt bei meiner “Gastfamilie” für 2 Wochen. Die haben gottseidank Internet.